Rauchen (Schwerpunkt: Auswirkungen auf die Haut)

Rauchen gilt als die häufigste zu vermeidende Todesursache mit alleine ca 140000 Toten in Deutschland. In erster Linie ist das Rauchen im Zusammenhang mit Herz-Kreislauferkrankungen sowie Krebserkrankungen zu nennen. 43 der insgesamt 5000 verschiedenen Chemikalien aus dem Zigarettenrauch gelten als für den Menschen krebserregend. Einen „unschädlichen“ Tabakkonsum gibt es nicht, auch wenn es für manche Menschen eine mögliche Lösung darstellt, den Konsum zumindest zu reduzieren. Aber auch an der Haut hinterlässt das Rauchen Spuren. Hier soll kurz auf die unterschiedlichen Mechanismen, die zur Hautalterung führen, eingegangen werden. Ein „Rauchergesicht“ lässt sich beschreiben durch vermehrte Faltenbildung, Hervorstehen knöcherner Strukturen des Gesichtsschädels und eine gräuliche, schlecht durchblutet wirkende Hautfarbe. Die faltige Hautstruktur lässt sich durch „Schwächung“ des Bindegewebes erklären, dass unter der verminderten Durchblutung unwiderruflich Schaden nimmt (gefäßverengende und blutdrucksteigernde Direktwirkung des Nikotins als Sofortfolge, Kalkablagerungen und irreversible Gefäßverengung als Spätfolge).

Bild
ashtray

Ein weiteres Phänomen betrifft die Wundheilung, die bei Rauchern nachweislich schlechter ist. Hierfür verantwortlich ist neben der bereits beschriebenen gefäßverengenden Wirkung auch das Einatmen von Kohlenmonoxid, dass die Sauerstoffversorgung im Gewebe behindert.

Ein dritter, nicht ganz so bekannter Punkt, ist die Förderung von Hauterkrankungen, wie Schuppenflechte oder auch Akne vulgaris. Vor allem für die Acne inversa (eine besonders schwere Form) wird das Rauchen als entscheidender Auslöser gesehen. Über die durch Rauchen ausgelösten Entzündungsreaktionen können Schübe bei Schuppenflechte und auch Akne begünstigt werden.

Zuletzt nochmal die krebserregende Wirkung, die sich zum einen als direkte Auswirkung auf die Schleimhäute beobachten lässt (Mundhöhle, Kehlkopf, Lunge) – aber auch die Haut selbst als größtes Organ des Menschen ist betroffen. Sowohl die Entstehung von schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) als auch die von hellem Hautkrebs (Basal- oder Plattenepihelkarzinom (ehemals „Spinaliom“)) wird durch Tabakkonsum gefördert. Darüber hinaus treten, wahrscheinlich über eine unspezifische Schwächung der Immunabwehr der Schleimhäute, vermehrt Infektionen mit Humanen Papilloma-Viren (HPV) auf, die meist gutartig verlaufen, in einigen Fällen aber auch u.a. Gebärmutterhalskrebs verursachen können.

Es lohnt sich in jedem Alter, das Rauchen einzustellen. Durch das Rauchen beschleunigte Alterungsprozesse werden gestoppt und stattdessen setzt der natürliche langsamere Alterungsprozess ein. Bereits kurze Zeit nach Rauchstopp wird nachweislich das Risiko von Wundheilungsstörungen gesenkt.